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die Freiwillige Feuerwehren Tönisvorst und Willich-Anrath proben den Ernstfall!

Es ist Montag, der 15. April 2013. Angenommene Uhrzeit ist gegen 11:00 Uhr am Morgen.

Einige Hundert Mitarbeiter des Heilpädagogischen Zentrums gehen ihrer Arbeit nach. Gut 20 Mitarbeiter halten sich im Atelier des Zentrums auf und arbeiten mit einem Künstler an der Erstellung von Tonkrügen. Der „Backofen“ für das Brennen der Tonkrüge beginnt durch einen technischen Defekt unkontrolliert an zu brennen. Eine heftige Rauchentwicklung findet statt; durch die Lüftungsanlage gelangt der giftige Qualm/Rauch auch in andere Bereiche des Heilpädagogischen Zentrums/ Arbeitsbereiche. Viele Mitarbeiter können ins Freie geleitet werden, einige Dutzend werden jedoch noch vermisst.

Was sich nach einem Großbrand mit einer Vielzahl von Verletzten  anhört, war zum Glück nur eine Übung der Löschzüge Vorst und St. Tönis, der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst zusammen mit dem Löschzug Anrath, der Freiw. Feuerwehr Willich. Die Übung fand am Montagabend gegen 19:30 Uhr statt.

Vorbereitet wurde diese Übung vom Stellv. Vorster Löschzugführer Toni van Cleef, dem St. Töniser Brandinspektor Johannes Nellissen und dem Anrather Oberbrandmeister Stefan Koy.

Um die Übung so realistisch wie nur möglich zu gestalten, wurden weite Teile des Heilpädagogischen Zentrums, hier insbesondere die Werkstätten und  das Hausmeisterbüro mit Hilfe mehrerer Nebelmaschinen komplett verraucht. Mitglieder der Tönisvorster Jugendfeuerwehr stellten die vermissten Mitarbeiter bzw. die durch Rauchgas Verunglückten dar. 

Nachdem der „Brand“ über die Brandmeldeanlage in der Feuerwehr-Kreisleitstelle in Viersen „aufgeschlagen“/ gemeldet wurde, erfolgte die Alarmierung der örtlich zuständigen Löschzüge Vorst, St. Tönis und Anrath. Gut 100 Feuerwehrkräfte rückten mit 15 Fahrzeugen zur gemeldeten „Einsatzstelle“ an. Brandoberinspektor Frank Meier, stellv. St. Töniser Löschzugführer koordinierte das Einsatzgeschehen vor Ort und setzte Mensch und Technik gezielt und richtig ein. Mehrere Abschnitte wurden gebildet. Unter Atemschutz gingen zahlreiche Trupps zur Menschenrettung ins Gebäudeinnere vor. Die „ohnmächtigen Personen“ wurden nach kurzer Zeit durch die ersten vorgehenden Atemschutztrupps gefunden, aus dem Gefahrenbereich  geschafft und dem Notarzt und dem Rettungsdienst übergeben. Teils über Drehleitern, teils mit Hilfe des Teleskopmastes wurden die „Verletzten“ gerettet.  

Neben der Menschenrettung wurde parallel mit der Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren aus dem umliegenden Hydrantennetz, aus Brunnen und aus mitgeführten Tanks der Feuerwehrfahrzeuge und der Abschirmung des Nebengebäudes unter anderem mit Hilfe des Teleskopmastes begonnen.

Nach gut einer Stunde konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ /Besprechung konnten die Führungskräfte, darunter der Chef der Tönisvorster Feuerwehr Stadtbrandinspektor Rolf Peschken, die beiden Tönisvorster Löschzugführer Hans-Gerd Wolters (St. Tönis) und Hans Holtschoppen (Vorst), der stellv. Willicher Feuerwehrchef Michael Knauf und auch der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Gossen und sein Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten eine überaus positive Rückmeldung/ Bewertung abgeben. Die gestellten Übungsaufgaben wurden zur Zufriedenheit gelöst. Auch Führungskräfte des Heilpädagogischen Zentrums waren zugegen und mit der Arbeit der Feuerwehr sehr zufrieden.

   
   
   
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