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Löschzug St.-Tönis Löschzug Hüls St.-Tönis Hüls Innenangriff Verschiedenes

die Freiwillige Feuerwehren St.-Tönis und Krefeld-Hüls proben den Ernstfall!

Zu ihrer gemeinsamen Großübung in diesem Jahr trafen sich am Montag den 16.09.2013 der Löschzug St.-Tönis der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst und sowie der Löschzug Hüls der Freiwilligen Feuerwehr Krefeld. Nachdem die Firma Laufenberg im vergangen Jahr ihr Firmengelände als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat, fand die diesjährige Übung in St.-Tönis statt.

Praxisnah vorbereitet vom Tönisvorster Brandinspektor Johannes Nellissen und dem Hülser Brandmeister Mike Nolden wurde folgende Einsatz-Übungssituation angenommen:

Während der Arbeitszeit, besser gesagt kurz vor der wohlverdienten Mittagspause, kommt es in einer Schreinerei zu einem Vollbrand, der sich sehr schnell nicht nur auf den gesamten Produktionsbereich, sondern auch auf Teile der Arbeits- und Lagerbereiche ausbreitet. Durch die starke Rauchentwicklung ist der gesamte Bereich nicht mehr betretbar; anwesende Arbeiter und Angestellte haben sich teils selber in Sicherheit gebracht; einige von ihnen werden jedoch noch vermisst.

Über den Notruf 112, der in der Kreisleitstelle in Viersen aufläuft, werden neben dem örtlich zuständigen Löschzug St. Tönis auch der Löschzug Hüls alarmiert.

Der alarmierte Löschzug St.-Tönis trifft zuerst an der Einsatzstelle ein und wird vom aufgeregten Hausmeister (dargestellt von der Übungsleitung)  in Empfang genommen. Der Hausmeister informiert den Gesamteinsatzleiter Brandoberinspektor Frank Meier über das Geschehen vor Ort. Meier wiederrum weist die Feuerwehrkräfte ein, die neben der Menschenrettung -unter schwerem Atemschutz- die Brandbekämpfung vornehmen.

Über den Einsatzleitwagen teilt er das Geschehen in zwei Einsatzabschnitte ein und koordiniert so Mensch und Technik vor Ort. Die Einsatzabschnitte werden vom Brandoberinspektor Markus Hergett (St.-Tönis) und Oberbrandmeister Rüdiger Selbmann (Hüls) geleitet. Verletzte Menschen werden gerettet und zur weiteren Behandlung zur Verletztensammelstelle in sicherer Entfernung gebracht; hier von Notärzten und Rettungsdienst versorgt. Die Wasserführung bzw. -entnahme erfolgte aus den Tanks der mitgeführten Feuerwehrfahrzeuge und dem öffentlichen Hydrantennetz.

Über die beiden Drehleitern wird der Außenangriff, unter Atemschutz der Innenangriff vorgenommen. Von allen Seiten dringen die Einsatzkräfte beider Löschzüge mit den verschiedensten Löschgerätschaften in den Gebäudekomplex vor. Plötzlich wird den Einsatzkräften vom Eigentümer übermittelt, dass seine drei Kinder (dargestellt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr) ebenfalls wohl noch im Gebäude seien und vermisst würden. Mit vereinten Kräften wird jetzt systematisch nach ihnen gesucht. Die Kinder werden nach kurzer Zeit gefunden, der Brandherd lokalisiert und bekämpft. Nach Abschluss der Löschmaßnahmen werden Lüftungsmaßnahmen vorgenommen.

Dieses dargestellte Szenario war glücklicherweise nur eine gut vorbereitete Übung. Bekannt war die Übung in Ort und Situation nur einigen Wenigen, die sich im Vorfeld zwecks Planung und Absprache getroffen hatten.

Die Übungsziele, die Zusammenarbeit beider Löschzüge auszubauen und zu festigen, wie auch die Atemschutzüberwachung der vorgehenden Trupps, Funkkonzepterprobung und Einbindung des Tönisvorster Einsatzleitfahrzeuges, wurden alle zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. 

Nach gut 90 Minuten war die Übung, an der insgesamt fast 70 Einsatzkräfte mit 12 Fahrzeugen teilnahmen, vorbei. Die Übungsbeobachter, darunter der Tönisvorster Wehrführer Rolf Peschken und der Hülser Löschzugführer Jochen Klein waren mit den Leistungen der beteiligten Einsatzkräfte sehr zufrieden.

Text: Mike Nolden